Wolf Udo Wagner
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06/2009 mein schönes zuhause; 3 An dieser Stelle wird ab sofort ein Insider des Deutschen Designer Clubs* für uns auf Trendsuche gehen. Den Anfang macht Designer Wolf-Udo Wagner, Mitglied des DDC Vorstands Skandinavisches Design - Wolf Udo Wagner Wie würden Sie skandinavisches Design mit ein paar Sätzen beschreiben? Wolf-Udo Wagner: Persönlich schätze ich die Unkompliziertheit der Produkte, die Klarheit der formalen Aussagen, eine beinahe immer anwesende Natürlichkeit, selbst wenn die Formen geometrisch sind, die hohe Funktionalität, die sich dem Benutzer leicht erschließt ohne dabei didaktisch daherzukommen. Das mag nüchtern klingen, ist es aber nicht. Das skandinavische Design schafft es immer wieder, auch emotional anzurühren, mit leisen Tönen. Was tut sich aktuell im hohen Norden? Wolf-Udo Wagner: Man glaubt es kaum, aber es gibt eine immer intensivere Verbindung von zwei geografisch weit voneinander entfernten Welten: die des skandinavischen Designs und die der japanischen Produktkultur. Hier bestehen Parallelen, die sich in einigen Bereichen mehr annähern als unter den direkten Nachbarn. Vielleicht liegt es an der Vorliebe zu Ruhe und Harmonie, auch am Hang zum Puristischen, die hier ähnlich gelagert sind. Wer hat für Sie die innovativsten Ideen? Wolf-Udo Wagner: Der gesamte Bereich der Telekommunikation ist gerade in den skandinavischen Ländern stark besetzt. Jeder kennt Konzerne, die von dort den internationalen Handymarkt dominieren - oft in Zusammenarbeit mit japanischen Firmen. Deren Geräte sind technisch sehr innovativ. Bezogen auf das Interieurdesign sind Designer wie CKR und Björn Dahlström zu nennen. Ihre Arbeiten sind aktuell, bestehen international und zeichnen sich durch die skandinavische Designsprache aus. Eines der sympathischsten Unternehmen für Accessoires ist Simplicitas aus Stockholm. Welches ist Ihr Lieblingsstück im großen Pool skandinavischen Designs? Wolf-Udo Wagner: Ich sammle einige alte (und neue) Geräte von Bang & Olufsen - gestaltet von Jacob Jensen. Da ist zum Beispiel das Kofferradio „Beolit 600” von 1965, das allerdings noch in der Sammlung fehlt, oder das „Beocenter 2100”. Der klare Aufbau, die unaufdringliche Form und das Zusammenspiel aus konsequenter Bedienerführung und edler Gesamtaussage - einfach toll. Der Deutsche Designer Club ist eine Initiative, die „Gute Gestaltung“ ebenso wie „Gute Gestalter“ über die Grenzen einzelner Disziplinen hinaus miteinander verbindet. Zu den Mitgliedern des Clubs gehören Designer, Architekten, Innenarchitekten, Werber, Grafiker, Kommunikations designer, Fotografen und Illustratoren. Infos: www.ddc.de
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